This is a brief version of the role of ENTEP in German.

ENTEP: European Network on Teacher Education Policies

ENTEP wurde im Rahmen einer internationalen Konferenz während der portugiesischen EU-Präsidentschaft in Loulé am 21.-23. Mai 2000 von Prof. Bártolo Paiva Campos gegründet. Es ist ein Netzwerk, dem damals die VertreterInnen der jeweiligen BildungsministerInnen der 15 EU-Länder angehörten. Heute sind es 25 Länder und ein Vertreter der EU-Kommission, die in dieses Netzwerk eingebunden sind.

ENTEP soll die Kooperation der EU-Mitgliedsstaaten in Bezug auf ihre bildungspolitischen Perspektiven und Entwicklungen in Ausbildung und Fort- und Weiterbildung fördern und stärken. Dabei sind folgende Ziele vorrangig:

  1. Es sollen Möglichkeiten geschaffen werden, voneinander zu lernen, indem Themen, Schwerpunkte, Programme, Strategien und Entwicklungstendenzen analysiert und Beispiele von „good practice“ ausgetauscht werden.
  2. Diskussion und Analyse von Lehrerbildungsinitiativen auf nationaler und euro­päischer Ebene soll gefördert werden.
  3. Beiträge sollen geleistet werden zu:
    1. Qualitätssteigerung in der Lehrerbildung, um die Qualität von Bildung und Aus­bildung in der EU derart zu heben, dass möglichst viele Bürger zu lebenslangem Lernen befähigt werden.
    2. Entwicklung einer europäischen Dimension der Bildung und anderer Elemente, die Bestandteil aller Lehrerbildungsprogramme sein könnten.
    3. Verbesserung des öffentlichen Images des Lehrerstandes.
    4. Verbesserung des gegenseitigen Vertrauens in die Lehrqualifikationen, die von EU-Mitgliedsstaaten vergeben werden.
    5. Fördern der Lehrermobilität in der EU.

ENTEP setzt Aktivitäten im strategisch-politischen Sektor der Lehrerbildung, ist aber weder eine „Entscheidungsgruppe“ noch eine “Expertengruppe” (im Sinne der EU). Es ist eine beratende, vorbereitende Gruppe mit Erfahrung im Bildungsbereich der einzelnen Länder und auf europäischer Ebene.

Als wichtige Aktivitätsfelder haben sich in den letzten Jahren folgende herauskristallisiert:
  • Auf europäischer Ebene:
    • Anregung und Förderung des Informationsaustausches über aktuelle Themen und Entwicklungen in den einzelnen Mitgliedsstaaten zur gegenseitigen Inspiration
    • Diskussion von gemeinsamen Anliegen und Meinungsbildungsprozess
    • Teilnahme an der Arbeit der Kommission
  • Innerhalb der Mitgliedsstaaten:
    • Beitrag zu einer europäischen Perspektive in der Debatte um die Entwicklung der Lehrerbildung
    • Bereitstellen von Entscheidungshilfen bezüglich der (Neu)­Strukturierung des Lehrerbildungssektors und der Aus- und Weiterbildungsprogramme